Objektplanung in der Gebäudereinigung

Reinigungsobjekte effizient verwalten: Von der Kundenkartei bis zur Einsatzplanung. Praxis-Tipps für Gebäudereiniger in Österreich.

SmartSchicht

SmartSchicht Team

15. Februar 20267 Min. Lesezeit

50 Objekte, 30 Mitarbeiter, 12 verschiedene Reinigungsarten und 5 Kunden mit Sonderwünschen. Wer eine Gebäudereinigung führt, jongliert täglich mit einer Menge an Informationen. Die Objektplanung ist dabei das Herzstück: Wenn hier etwas schiefläuft, steht entweder niemand beim Kunden – oder die falsche Person mit dem falschen Equipment.

Was „Objektplanung" in der Gebäudereinigung bedeutet

Objektplanung umfasst alles, was nötig ist, um ein Reinigungsobjekt zuverlässig zu betreuen:

  • Welches Objekt wird gereinigt? (Bürogebäude, Arztpraxis, Schule, Einkaufszentrum)
  • Wann wird gereinigt? (Turnus, Uhrzeiten, Wochentage)
  • Wer reinigt? (Qualifikation, Verfügbarkeit, Fahrweg)
  • Was wird gereinigt? (Unterhaltsreinigung, Glasreinigung, Sonderreinigung)
  • Womit wird gereinigt? (Reinigungsmittel, Maschinen, Schlüssel)
  • Wie wird das Ergebnis geprüft? (Qualitätsstandards, Checklisten)

All diese Informationen müssen irgendwo zentral vorliegen – und mit dem Dienstplan verknüpft sein.

Die 5 häufigsten Probleme bei der Objektplanung

1. Informationen sind verstreut

Die Kundendaten liegen in einer Excel-Tabelle, die Schlüsselliste im Ordner, die Reinigungsanweisungen als PDF auf dem Netzlaufwerk und die Sonderwünsche des Kunden in einer E-Mail von vor drei Monaten.

Wenn ein neuer Mitarbeiter ein Objekt übernimmt, muss er erst alle Informationen zusammensuchen – oder er fragt Sie an. Beides kostet Zeit.

2. Kein klarer Reinigungsturnus

Objekt A wird montags und mittwochs gereinigt, Objekt B dreimal pro Woche – aber nicht am Freitag, weil da der Mieter im Gebäude ist. Objekt C wird alle zwei Wochen grundgereinigt, außer im Dezember.

Solche Regeln im Kopf zu behalten, funktioniert bis zu einer gewissen Anzahl an Objekten. Danach werden Einsätze vergessen oder falsch geplant.

3. Schlüssel- und Zugangsmanagement

Für jedes Objekt gibt es Zugangsmodalitäten: Schlüssel, Codes, Chipkarten, Alarmanlagen. Wer hat welchen Schlüssel? Wird er beim Mitarbeiter aufbewahrt oder im Büro? Was passiert bei Mitarbeiterwechsel?

Ein häufiges Szenario: Der Mitarbeiter, der den Schlüssel hat, ist krank. Die Vertretung steht vor verschlossener Tür.

4. Qualitätssicherung fehlt

Ohne standardisierte Checklisten reinigt jeder Mitarbeiter nach seinem eigenen Standard. Das führt zu Beschwerden: „Das Treppenhaus wurde nicht gewischt", „Die Glasflächen sind streifig", „Der Mülleimer im 3. Stock wurde vergessen."

5. Keine Verbindung zum Dienstplan

Das Objektverzeichnis und der Dienstplan sind getrennte Systeme. Wenn sich am Objekt etwas ändert (neuer Turnus, anderer Zugang, zusätzliche Fläche), muss der Dienstplan manuell nachgezogen werden. Solche Brüche führen zu Fehlern.

So organisieren Sie Ihre Objektplanung richtig

Schritt 1: Alle Objekte zentral erfassen

Erstellen Sie für jedes Reinigungsobjekt einen Datensatz mit:

  • Kundenname und Ansprechpartner (inkl. Telefon und E-Mail)
  • Adresse des Objekts (exakte Anschrift, ggf. Stockwerk oder Eingang)
  • Reinigungsart und Turnus (Unterhaltsreinigung Mo-Fr, Glasreinigung 1x/Monat etc.)
  • Zeitfenster (wann darf gereinigt werden?)
  • Besonderheiten (Alarmanlage, Schlüssel, Zugang nur mit Code, Haustiere)
  • Zugewiesenes Personal (Stammpersonal und Vertretungen)
  • Reinigungsmittel und Geräte (was wird vor Ort benötigt?)
  • Qualitätsstandard (Checklisten, Fotos als Referenz)

Schritt 2: Objekte mit dem Dienstplan verknüpfen

Jede Schicht im Dienstplan sollte einem Objekt zugeordnet sein. So weiß jeder Mitarbeiter nicht nur, wann er arbeitet, sondern auch wo und was er zu tun hat.

Wenn ein Mitarbeiter in der App seinen Dienstplan öffnet, sieht er idealerweise:

  • 06:00 – 08:00 Uhr | Bürokomplex Müller, Wien 3 – Unterhaltsreinigung, 2. und 3. OG. Schlüssel am Empfang. Checkliste: Staubsaugen, Wischen, Müll, Sanitär.
  • 08:30 – 10:30 Uhr | Arztpraxis Dr. Hofer, Wien 5 – Unterhaltsreinigung + Desinfektion Behandlungsräume. Code: 4711. Spezialreiniger unter Waschbecken.

Schritt 3: Checklisten pro Objekt definieren

Erstellen Sie für jedes Objekt eine Checkliste mit den zu erledigenden Aufgaben. Das stellt sicher, dass:

  • Neue Mitarbeiter wissen, was zu tun ist
  • Die Qualität gleichbleibend ist
  • Beschwerden konkret nachverfolgt werden können
  • Bei Sonderreinigungen keine Arbeitsschritte vergessen werden

Schritt 4: Schlüssel und Zugang dokumentieren

Führen Sie ein Schlüsselprotokoll:

  • Welcher Mitarbeiter hat welchen Schlüssel/Code?
  • Wo wird der Schlüssel aufbewahrt (beim Mitarbeiter, im Büro, im Schlüsseltresor am Objekt)?
  • Was passiert bei Verlust oder Mitarbeiterwechsel?

Hinterlegen Sie Zugangsinformationen direkt beim Objekt – nicht in einer separaten Tabelle.

Schritt 5: Regelmäßig prüfen und aktualisieren

Objekte ändern sich: Ein Mieter zieht aus, eine neue Fläche kommt dazu, der Reinigungsturnus wird angepasst. Prüfen Sie Ihre Objektdaten mindestens einmal im Quartal.

Analog vs. digital: Wann lohnt sich Software?

KriteriumAnalog (Ordner/Excel)Digital (Software)
ZugriffNur im BüroÜberall, per App
AktualitätManuell pflegenEchtzeit
Verknüpfung mit DienstplanSeparate SystemeIntegriert
ChecklistenAusdruckeIn der App am Objekt
SchlüsselverwaltungPapierprotokollDigital, immer aktuell
SuchfunktionOrdner durchblätternSofort finden
Eignung ab…1-5 ObjekteAb 5-10 Objekte

Die Objektplanung als Wettbewerbsvorteil

Reinigungsfirmen, die ihre Objekte professionell verwalten, haben einen entscheidenden Vorteil: Sie können schneller auf Kundenanfragen reagieren, Vertretungen besser organisieren und die Qualität konsistent halten.

Das fällt auch den Kunden auf. Und zufriedene Kunden bleiben – und empfehlen weiter.

Fazit

Die Objektplanung ist das Rückgrat jeder Reinigungsfirma. Wer sie sauber organisiert – zentral, verknüpft mit dem Dienstplan und für alle zugänglich –, spart sich tägliches Chaos und gewinnt Zeit für das, was wirklich zählt: das Geschäft ausbauen.

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